Reizmagen FAQ

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Die häufigsten Fragen zu RDS

Und ein paar Antworten zum Thema Reizmagen Ernährung.

Einfach Buchstaben anklicken.

A wie Arzt

Internet Recherche ersetzt keinen Arztbesuch. Auch der Besuch dieser Website ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt oder Facharzt.

Ob sich eine Krankheit zur Selbstbehandlung eignet, liegt in Ihrer eigenen Verantwortung. Gehen Sie kein gesundheitliches Risiko ein.

Bei schweren und chronischen Erkrankungen und bei länger als drei Tage anhaltenden, sich verschlimmernden Beschwerden ziehen Sie unbedingt einen Arzt zu Rate.

Magen-Darm-Beschwerden können zahlreiche Ursachen haben – harmlose und ernste. Nicht immer sind Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Ursache der Symptome.

Wer starke, anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden hat, sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen.

 

Fragen zu Reizdarm, Portrait in memoriam Dr. med. Friedrich Jünger, Vater von Dr. med. Ilse Reich

In memoriam Dr. med. Friedrich Jünger, Arzt alter Schule und Vater von Dr. med. Ilse Reich

B wie Bananen

Bananen sind unreif Low FODMAP, reif sind sie High FODMAP. Die empfohlene Portionsgröße: 1/3 einer reifen Banane. Wer allerdings Bananen gut verträgt, kann sie gerne auch weiter essen. Denn sie sind leicht verdaulich und werden nicht nur als Babykost, sondern bei manchen Darmbeschwerden auch geschätzt. Bananen sind ein altes Hausmittel bei Durchfall und bei Verstopfung: Der Ballaststoff Pektin regt die Verdauung an. Und bei Durchfall kann der hohe Anteil an Pektin helfen, das Wasser im Darm zu binden, Beschwerden zu lindern und gleichzeitig den Körper mit Magnesium zu versorgen. Magnesium ist gut für die Darmmuskulatur und fördert so einen trägen Darm. Wie immer bei FODMAP bewusster Ernährung gilt: Die Portionsgröße ist entscheidend und in diesem Fall auch der Reifegrad der Banane. Empfehlung: maximal 1/3 einer Banane und möglichst nicht allzu reif verzehren.

 

 

Fragen zu Reizdarm: Reifegrad von Bananen, je reifer, umso besser verdaulich

Bananen und ihr Pektin sind ein gutes Hausmittel bei Durchfall und Verstopfung

 

B wie Bio

Nach Möglichkeit sollte man immer zu Bio-Ware greifen. Der Umwelt, den Tieren und sich selbst zuliebe. Erzeugung und Produktion von Bio-Ware wird streng überwacht. Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Bei Obst und Gemüse sind chemische Düngemittel nicht erlaubt. Auch Wirkstoffe, die den Reifeprozess beschleunigen sollen, sind nicht erlaubt. Besonders bei konventioneller Importware darf man sich nicht sicher sein. Viele Länder, aus denen importiert wird, dürfen immer noch gefährliche Stoffe verwenden, die bei uns längst verboten sind.

 

B wie Brot und Bäcker

Brot ist nicht gleich Brot und Bäcker nicht gleich Bäcker.

Eine Studie der Universität Hohenheim kam zu dem Ergebnis, dass auch die Art und Weise der Zubereitung mitentscheidend für die Verträglichkeit eines Brotes ist.

Wenn Teige längere Ruhezeiten haben, bevor sie weiter verarbeitet werden, kommt es zu natürlichen Gärungsprozessen, und Enzyme bauen Mehlbestandteile um. Bei all diesen enzymatischen Prozessen oder auch Gärprozessen findet quasi eine Vorverdauung statt. Dadurch kann der Körper diese Inhaltsstoffe besser aufnehmen, besser verstoffwechseln und auch besser vertragen.

Slow Baking, eine bewusst langsamere und althergebrachte Backweise hat schon vielen Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitiven weiter geholfen.

Ein zertifizierter Slow-Baker, muss seine Teige lange führen, darf nur selbst angesetzte Vor- und Sauerteige verwenden und muss auf chemische Backzusätze verzichten.

Backen und essen wie zu Omas Zeiten, weniger, langsamer, dafür umso bewusster – könnte das die Lösung für die zunehmenden Unverträglichkeiten sein?

C wie crunchy-munchy

„Crunchy“ heißt „knirschend“, „munch“ („mantsch“ ausgesprochen) „langsames, geräuschvolles Kauen“. Der Trick: „munchy“, d.h. langsam und geräuschvoll kauen, „crunchy“, d.h. knackig-knirschend und konzentriert. Am besten in vollkommen entspannter Atmosphäre als eine Art buddhistische Zen-Meditationsübung für Ihren Stress-Abbau.

Nicht nur Reizdarm Betroffene, wir alle sollten wieder lernen, zu genießen WAS UND WIE wir essen.

Gewohnheitsmäßige Schnellesser schaden ihrer Gesundheit: Die erste Stufe der Verdauung findet im Mund statt, genau deshalb sollte man sein Essen nicht hinunterschlingen.

Crunchy Munchy Regel: Gut kauen! Konkret: kleine Bissen, mindestens 10mal kauen, stets im Sitzen essen, das Besteck nach jedem Bissen kurz ablegen.

Das Rezept dazu finden Sie hier!

 

Fragen zu Reizdarm: Erdbeeren mit Buchweizen Flakes auf Bananenmus Dr Reichs leicht verdaulicher Reizdarm Tipp

Crunchy Munchy

D wie Darm-Hirn-Achse

Der Darm steuert unsere Emotionen. Das Glückshormon Serotonin und die Darm-Hirn-Achse funktionieren in beide Richtungen.

Lange Zeit dachte keiner, dass Mikroorganismen und Gehirn überhaupt interagieren könnten – außer, wenn Krankheitserreger die Blut-Hirn-Schranke überwinden, die als zelluläre Mauer das Gehirn vor Infektionen und Entzündung schützt.

Der Gastroenterologe Stephen Collins von der McMaster University in Hamilton, Kanada, konnte in einer acht Jahre langen Daueruntersuchung nachweisen, dass sich psychische Ereignisse wie Depressionen oder Angst als Risikofaktor für chronischen Reizdarm erweisen.

Daraus ergibt sich auch die umgekehrte Fragestellung: Werden psychische Symptome möglicherweise durch schwelende Entzündungen oder durch ein aus dem Gleichgewicht geratenes Mikrobiom (Mikrobiom = Gesamheit aller den Menschen oder andere Lebewesen besiedelnde Mikroorganismen) angetrieben?

Im Tiermodell konnte bereits nachgewiesen werden, dass die Mikroorganismen im Darm Emotionen, Schmerzempfinden und soziales Verhalten beeinflussen. Dem Team um Kirsten Tillisch von der David Geffen School of Medicine an der University of California ist es jetzt gelungen, diese Interaktion bei 40 gesunden Frauen zu zeigen.

Der Mikrobiologe Graham Rook am University College in London ist davon überzeugt, dass eine veränderte Darmflora zu anhaltenden Entzündungsreaktionen führen und damit auch die Gemütslage beeinflussen kann.

Wie Darmbakterien die Hirnchemie genau beeinflussen, darüber können Forscher bis dato nur spekulieren. Der Vagusnerv, der das Gehirn mit dem Darm verbindet, spielt sehr wahrscheinlich eine Rolle.

 

D wie Diagnose

Ein Reizdarm Syndrom wird durch eine so genannte Differentialdiagnostik festgestellt. Die Diagnose eines Reizdarms wird anhand des typischen Beschwerdemusters sowie des Ausschlusses anderer Krankheitsbilder gestellt.

Bevor ein Arzt also die Diagnose Reizdarm stellt, muss er andere Ursachen für die Beschwerden – wie zum Beispiel eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, Magen-Darm-Infekte, Magengeschwüre, Tumore sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten – durch entsprechende Untersuchungen ausschließen.

 

Fragen zu Reizdarm: Dinkel, FODMAp arm, aber nicht glutenfrei

FODMAP bewusst, aber nicht glutenfrei: Dinkel. Einige vertragen ihn, andere entwickeln Symptome und Beschwerden.

 

D wie Dinkel.

FODMAP bewusste Ernährung ist nicht zwingend glutenfrei.

Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste, die viel Gluten enthalten, enthalten viele Oligosaccharide und daher viele FODMAPs, die Beschwerden bereiten können.

Anders als bei der Zöliakie muss auf Gluten nicht gänzlich verzichtet werden. Dinkel gilt als FOMAP arm und wird von vielen Reizdarm Betroffenen gut vertragen.

Als glutenfrei gekennzeichnete Produkte sind nicht automatisch FODMAP arm. FODMAP bewusste Ernährung fasst eine ganze Gruppe von potentiell Beschwerden verursachenden Stoffen zusammen.

Inzwischen weiß man, dass auch das Herstellungsverfahren, z.B. beim Brotbacken die Teigführung eine Rolle spielt. Generell gilt: Je länger ein Teig ruht, umso besser verträglich ist er. Fragen Sie den Bäcker Ihres Vertrauens.

 

D wie Do-it-Yourself

Warum Do-it-Yourself und nicht einfach herkömmliche Fertigprodukte kaufen oder in den Imbiss um die Ecke?

Besonders in Soßen verstecken sich oft Inhaltsstoffe mit hohem FODMAP Gehalt: z.B. High-Fructose-Corn-Sirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Sorbit als Stabilisator, Weizen, Weizen- und Sojamehl, Knoblauch, Zwiebeln, Pilze, Sojabohnen, Cashews, Sellerie, Weißkohl, Lauch, Milch, Sahne, Laktose, Milchbestandteile, Magermilchpulver, Molkenerzeugnisse und immer wieder Zucker – Reizdarm Betroffene vertragen das eher schlecht.

Das alles sollte man seinem Reizdarm besser ersparen.

Außerdem gibt es noch einen guten Grund für Do-it-Yourself: In Ruhe selber machen senkt den Stresspegel. Das tut dem Reizdarm gut.

E wie Entzündung

Für das Reizdarmsyndrom sind auch kleine Entzündungen in der Darmschleimhaut verantwortlich. Die Entzündungen zerstören die sensible Balance im Darm und reizen das Darmnervensystem.

Der Darm reagiert „gereizt“, denn bestimmte Botenstoffe von Mastzellen und enterochromaffinen Zellen wirken auf die Darmnervenzellen direkt ein und rufen ihre Übersensibilisierung hervor.

Dieser Prozess bringt die Wechselwirkungen zwischen Darmnervensystem und Darmschleimhaut durcheinander. Die irritierte Schleimhaut schüttet vermehrt neuroaktive Botenstoffe wie Serotonin, Histamin und Proteasen aus.

Reizdarm-typische Beschwerden können sich nach der Einnahme von Antihistaminikum verbessern. (Antihisaminikum hat immunstabilisierende Wirkung und wird in der Behandlung von allergischen Reaktionen, wie z.B Heuschnupfen verwendet.)

 

Fragen zu Reizdarm: Dr. Reichs Idealisiertes Schema eines Magens bei beschwerdefreier Nahrungsaufnahme

Idealisiertes Schema eines Magens bei beschwerdefreier Nahrungsaufnahme

F wie FODMAP

FODMAP ist ein englisches Akronym und steht für

 

Fermentable (vergärbare)

Oligo-, (Mehrfach-)

Di-, (Zweifach-)

Monosaccharide (Einfachzucker)

And (und)

Polyole (mehrwertige Alkohole z.B. Sorbit).

 

FODMAPs sind Bestandteile vieler Nahrungsmittel.

Sie stehen vereinfacht gesagt für kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die aufgrund mangelnder Resorption im Darm zu gären beginnen, Gase freisetzen und dadurch zu Blähungen und besonders bei Reizdarm Betroffenen zu Beschwerden führen.

Je weniger FODMAPs verzehrt werden, umso weniger häufig und umso weniger stark sind die Verdauungsbeschwerden.

Wer sich FODMAP bewusst ernähren will, sollte sich anfangs sechs Wochen ausschliesslich von FODMAP armen Lebensmitteln ernähren. Danach können schrittweise FODMAP reichere Lebensmittel in kleineren Portionen wieder aufgenommen werden. So kann genau festgestellt werden, welche Lebensmittel individuell verträglich sind und welche auch weiterhin Beschwerden verursachen und deshalb gemieden werden sollten.

 

Fragen zu Reizdarm: Dr. Reich´s Infused Trend Water - ohne Zuckerzusatz, ohne Alkohol - FODMAP bewusst

Dr. Reich´s Infused Trend Water – ohne Zuckerzusatz, ohne Alkohol – FODMAP bewusst

 

F wie Flexitarier

Flexitarier ernähren sich überwiegend vegetarisch und verzehren nur gelegentlich hochwertiges, biologisch produziertes Fleisch.

Aufgrund des hohen FODMAP Gehaltes empfiehlt es sich typische Fleisch-Beilagen oder Zutaten wie z.B. Grillsaucen, Zwiebeln und Knoblauch zu ersetzen. Zum Beispiel durch kreative Gourmet Gewürzmischungen.

Auch Flexitarier sollten bei einer FODMAP armen Ernährung unbedingt darauf achten, sich regelmäßig von einem Arzt oder Facharzt untersuchen zu lassen.

FODMAP Rezepte für Flexitarier finden Sie hier!

 

F wie Fett

Fette und Öle enthalten kaum oder gar keine Kohlenhydrate und daher auch kaum FODMAPs. Allerdings ist von größeren Mengen abzuraten, da Öle und Fette schwerer verdaulich sind.

 

F wie Fructose/Fructosemalabsorption

Bei Fructosemalabsorption (umgangsprachlich Fructoseintoleranz) handelt es sich um eine Störung des Fructosetransportes.

Es sind nicht genügend sogenannte „GLUT-5-Transporter“ vorhanden. Die verzehrte Fructose kann nicht komplett mit Hilfe des „GLUT-5-Transporters“ an den Dünndarm weitergegeben werden.

Die zurückbleibende Fructose verursacht dann die Beschwerden. Menschen mit Fructosemalabsorption müssen außerdem Sorbit meiden.

Da Sorbit und Fructose den gleichen Stoffwechselweg nehmen und deshalb die bereits eingeschränkte Aufnahmefähigkeit von Fructose im Dünndarm zusätzlich hemmt. Zudem kann Sorbit in Fruchtzucker umgewandelt werden.

Fructose wird industriell immer intensiver eingesetzt. Unter anderem weil sie: 1. 20% höhere Süßkraft besitzt als Glukose. 2. Kostengünstiger vor allem auch beim Transprot in Tankwagen ist. 3. Geschmackverstärkend ist. 4. Suggeriert als “Fruchtzucker” sei sie “gesünder” als Glukose.

Das Problem: Das Bundesinstitut für Risikobewertung sowie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung kommen zu dem Schluss, dass eine erhöhte Fructoseaufnahme Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes, Fettleber und Gicht begünstigen.

G wie Gomasio

Gomasio – fein gemahlener Sesamsaat mit Salz – ist typisch für die japanische und koreanische Küche. Die Naturkostbewegung machte Gomasio auch in Deutschland bekannt und zu einer makrobiotischen Spezialität. Sehr zu empfehlen, wenn Sie Ihren Salzkonsum ein wenig einschränken, aber nicht auf den Salz-Geschmack verzichten wollen. Das Öl der Sesamsaat intensiviert den Geschmack und macht ihn gleichzeitig sanfter und bekömmlicher.

 

Fragen zu Reizdarm: Dr Reichs Gesundheitstipp Gomasio - Sesamsalz - gut, um Salzkonsum zu reduzieren.

Gomasio – fein gemahlener Sesamsaat mit Salz

 

G wie Glutensensitivität

Glutensensitivität, Glutenintoleranz, Weizensensitivität, Weizenintoleranz, Weizenunverträglichkeit, Nicht-Zöliakie-bedingte Glutensensitivität, Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität, zöliakieunabhängige Weizenempfindlichkeit ist keine Allergie und auch keine Autoimmunerkrankung, solange eine Zöliakie (link) und eine Weizenallergie (link) diagnostisch ausgeschlossen wurden.

Beim Verzehr von Weizen, Weizenmehl und anderen weizenhaltigen Lebensmitteln haben Betroffene jedoch Symptome und bei einer glutenfreien Diät tritt eine Besserung der Symptome ein.

Wie beim Reizdarmsyndrom ermitteln die Ärzte nach dem Ausschlussprinzip. Die genauen Ursachen der Gluten-/Weizensensitivität oder Gluten-/Weizenunverträglichkeit sind noch unklar.

Möglicherweise sind nicht das Gluten im Weizen, sondern eine Gruppe von Eiweißen (ATIs, Amylase-Trypsin-Inhibitoren) oder auch FODMAPs (= nicht resorbierbare „Fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und (and) Polyole“) für die Symptome verantwortlich.

 

G wie Gesundheitstipp

Dr. Reich´s Gesundheitstipp – wissenswerte Tipps rund um die Gesundheit, die in Dr. Reich´s Family von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Dr. Reich´s Family besteht aus vielen Ärzten. Bereits in dritter Generation.

Unabhängig vom Medizinstudium haben allerdings vor allem die Frauen, Mütter und Großmütter ihren ganz persönlichen Gesundheitstipp an die nächste Generation weitergereicht.

Meistens in Form eines Small Talks während des Kochens oder bei Tisch.

Und so erfährt man dann auf ganz heitere und spielerische Weise, dass die ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe der Pfefferminze die Gallenproduktion anregen, blähungslindernd, krampflösend und entzündungshemmend wirken.

Zudem wirkt die Pfefferminze auf alle Nerven sehr entspannend und schmerzlindernd. Reiben Sie an den frischen Blättern und inhalieren sie den frischen Duft. Er wird sie sofort auf andere Gedanken bringen.

Im alten Griechenland war man sogar davon überzeugt, dass die Pfefferminze eine sinnliche, verführerische, d.h. aphrodisierende Wirkung hat.

 

G wie Gut Zu Wissen

Dr. Reich ist davon überzeugt: Wissen ist gut.

Unter „Gut zu wissen“ finden Sie bei Dr. Reich´s jede Menge Ideen und Anregungen, die das Leben mit Reizdarm heiterer, leichter und lebenswerter machen.

Ganz gewöhnliche Lebensmittel erscheinen plötzlich in einem ganz neuen Licht. Zum Beispiel:

95 Prozent einer Gurke besteht aus Wasser. Das macht sie zur idealen Erfrischung im Sommer und zur kalorienarmen Schlankmacherin.

Die Gurke gehört zu den Lebensmitteln mit den wenigsten Kalorien. 100 g haben gerade mal 12 Kalorien. Also jederzeit gerne mehr davon.

Da Gurken zu den basenreichen Lebensmitteln gehören, helfen sie dabei, Säuren im Körper abzubauen und den Säure-Base-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

Generell gilt: FODMAP arme und gleichzeitig basenreiche Lebensmittel werden gut von Reizdarm Betroffenen vertragen.

Einfach gut zu wissen.

H wie Hafer

Viele Reizdarm Betroffene vertragen Hafer, als auch Hafermilch. Sie enthält keine Laktose, kein Milcheiweiß und keine Bestandteile von Soja, dafür relativ viele Ballaststoffe, die vergleichsweise satt machen. Allerdings enthält Hafermilch Gluten – für Zöliakie-Patienten oder Personen, die sich gänzlich glutenfrei ernähren wollen oder müssen, ist der Haferdrink nicht geeignet! In diesem Falle zum Beispiel Quinoamilch nehmen, die ist gluten- und laktosefrei.

 

Fragen zu Reizdarm: Dr. Reichs Gesundheitstipp Haferflocken, die sind FODMAP arm, gibt es auch glutenfrei

Haferflocken haben einen niedrigen FODMAP Gehalt, wer ganz sicher gehen will, nimmt glutenfreie

 

H wie Hunger

Hunger ist einer der stärksten menschlichen Triebe.

In unseren Genen steckt noch immer „das Tier“, das aus Angst vorm Verhungern auf Vorrat isst. Fast Food, XXL, all you can eat, fettreich, kohlenhydratreich und am liebsten mit Zugabe von immer mehr Zucker.

Keine Bange. Uns allen geht es so.

Ein Trieb ist eine angeborene, zielgerichtete psychische Kraft, die von Gefühlen wie (An)Spannung, Lust oder Unlust begleitet wird.

Im Gegensatz zum Instinkt ist der Trieb immer durch eine Handlung gekennzeichnet, die eine Triebbefriedigung bezweckt.

Wird die Triebbefriedigung nicht erreicht, so kann der Trieb an Stärke gewinnen und sogar Wahrnehmung und Denken einschränken.

Befindet sich der Organismus in einem Gleichgewicht und in Entspannung, verliert der Trieb an Stärke und Bedeutung.

Gut zu wissen:

Etwa drei Monate brauchen unsere Geschmacksknospen, um sich an zunächst ungewohnte Aromen zu gewöhnen.

Und etwa drei Monate braucht die Psyche des Gewohnheitstieres Mensch, um Routineverhalten wie zum Beispiel ein bestimmtes Essverhalten dauerhaft zu ändern ohne diese Umstellung als allzu großen Verlust der Lebensqualität zu empfinden.

I wie Ingwer

Ingwer hat einen niedrigen FODMAP Gehalt und wirkt entzündungshemmend – ideal für den Reizdarm.

 

Fragen zu Reizdarm: Dr. Reichs frisch auf geschnittener Ingwer - altes Hausrezept gegen Blähungen

Ingwer – das Hausrezept gegen Blähungen. Der besondere Kick: frisch aufschneiden oder raspeln und mit heißem Wasser aufgießen.

J wie Jod

Getrocknete Meeresalgen können sehr hohe Jodgehalte aufweisen. Besonders für Menschen mit bestehenden Schilddrüsenerkrankungen kann eine Überdosierung mit Jod schwere gesundheitliche Folgen haben.

 

Fragen zu Reizdarm: Dr Reichs Algen - ein guter Salzersatz

In Maßen genießen. Algen wie ein Gewürz einsetzen. Das weckt die Sehnsucht nach Meer und hilft den Salzkonsum zu senken.

 

Algen sind Trend. Seafood boomt. Für Veganer und Vegetarier sollen Algen zum Beispiel ein wertvoller Lieferant für Vitamin B12 sein.

In Asien werden frische Algen verwendet, in Deutschland bekommt man das Seegemüse fast ausschließlich getrocknet. Bekannte Sorten sind: Nori, Wakame, Kombu oder Dulse.

Die Algen, die aus dem freien Meer oder speziellen Züchtungen in Off-shore-Anlagen stammen, sind kalorienarm und liefern Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und Omega-3-Fettsäuren.

Allerdings ist ein exakter Nährstoffgehalt kaum zu bestimmen. Die Algenarten variieren dabei sehr. Außerdem sind die Umweltbedingungen, der Erntezeitpunkt oder die Herstellung des Trockenproduktes entscheidend. Deshalb kann es keine Garantie für die erforderliche Tagesdosis Eisen, Jod oder Omega-3-Fettsäuren bei Algen geben.

K wie Kurkuma

Kurkuma wird auch Königin der Gewürze genannt. Das ideale Gewürz für Reizdarm Betroffene, Veganer und Sportler. Pfefferähnlich scharf im Aroma und intensiv gelb. Gut für Reizdarm Betroffene: Kurkuma wirkt entzündungshemmend, fördert das Immunsystem und lindert Blähungen und Völlegefühl, fördert zudem die Produktion von Leber und Galle, was wiederum der Verdauung zugute kommt, Blähungen und Gasbildung reduziert. Gut für Veganer und Sportler: der hohe Proteingehalt von Kurkuma.

 

Fragen zu Reizdarm: dr. reichs reizdarm tipp kurkuma die königin unter den gewürzen

Kurkuma – die Königin unter den Gewürzen

 

K wie Knoblauch

Knoblauch hat einen hohen FODMAP Gehalt und sollte daher gemieden werden. Alle, die auf den Geschmack von Knoblauch nicht verzichten wollen oder können:

FODMAPs lösen sich nicht in Öl auf. Daher zum Beispiel ein klares Öl nutzen, in dem Knoblauch eingelegt wurde, der Knoblauch aber entfernt wurde.

Zweite Alterantive: Asafoetida – auch Stinkassant oder Teufelsdreck genannt – ist ein getrocknetes Gummiharz, das vom Milchsaft der Assantpflanze gewonnen wird. Nach längerem Kochen entwickelt es ein Aroma, das an Knoblauch, Zwiebel und Lauch erinnert.

Dritte Alternative: mit Ihren alten Gewohnheiten brechen, offen sein für Neues und viele frische Kräuter, die Ihren Gerichten vollkommen neue Geschmacks”explosionen” auf die Zunge zaubern.

 

K wie Kürbiskern

Tryptophan ist eine im Kürbiskern enthaltene Aminosäure, die der Körper zur Erzeugung des Glückshormons Serotonin benötigt. Eine Handvoll Kürbiskerne täglich kann die Stimmung heben.

L wie Low FODMAP

Die Low FODMAP Diät meidet schlecht verdauliche Kohlehydrate, die aufgrund mangelnder Resorption im Darm zu gären beginnen und so zu Gasbildung und Blähungen führen.

Speziell Zuckerarten wie Fruktose und Laktose, als auch die Ballaststoffklasse Oligosaccharide und Zuckeralkohole (Polyole) wie z.B. Sorbit werden gemieden.

 

L wie Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz ist eine häufige Lebensmittelunverträglichkeit. Betroffene vertragen keine Laktose, d.h., den in der Milch enthaltenen Zucker (Milchzucker).

Typische Symptome sind Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen. Bei Laktoseintoleranz kann Milchzucker nicht oder nur schlecht im Darm verwertet werden.

Das Enzym Laktase wird bei der Verdauung benötigt, um den Milchzucker (Laktose) zu spalten. Wenn Laktase fehlt oder nur vermindert aktiv ist, kann diese Aufspaltung im Dünndarm nicht oder nur in kleinen Mengen erfolgen.

So gelangt unverdauter Milchzucker vom Dünndarm in den Dickdarm. Im Dickdarm befinden sich Bakterien, die den Milchzucker als Nahrung nutzen. Dadurch entstehen kurzkettige Fettsäuren und gesteigerte Gasbildung (Kohlendioxid, Methan und H2), die Beschwerden verursachen.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reichs Gesundheitstipp: Quinoamilch, die ist glutenfrei und laktosefrei

Laktosefrei und glutenfrei: Quinoamilch

M wie Milchzucker

Siehe auch L wie Laktose

 

M wie Muskatnuss

Geriebene Muskatnuss wirkt gegen Blähungen, Durchfall und Magenkrämpfe. Die ätherischen Öle wirken beruhigend und entkrampfend auf die Darmmuskulatur.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reichs Reizdarmtipp: eine Prise frisch geriebene Musaktnuss

Muskatnuss – klein und unscheinbar, aber große Wirkung, eine frisch geriebene Prise genügt

N wie Netzmelone

Netzmelonen haben einen niedrigen FODMAP Gehalt. Nektarinen und Nashi Birnen haben wie Wassermelonen auch einen hohen FODMAP Gehalt. Reizdarm Betroffene sollten sie daher meiden.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reichs goldene Nuss-Regel: nie mehr als 15 Gramm pro Tag

Nicht nur die Nuss-Sorte ist entscheidend, auch die Menge. Einfach zu merken: nie mehr als 15 Gramm täglich.

 

N wie Nüsse

Nüsse mit hohem FODMAP Gehalt: Cashewkerne, Pistazien und alle Nüsse, die  in zu großen Mengen verzehrt werden. Nie mehr als 15 Gramm täglich.

Erdnüsse, Kürbiskerne, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne und Sesam haben z.B. einen niedrigen FODMAP Gehalt. Bis zu 15 Gramm täglich können Sie als Topping auf Ihr Essen geben oder z.B. auch unter Ihr Müsli mischen.

O wie Obstkonserven

Obstkonserven haben einen hohen FODMAP Gehalt. Genau wie Trockenobst.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reichs Reizdarm Tipp Frische Ananas besser als jede Obstkonserve

Besser als jede Obstkonserve: frische Ananas mit niedrigem FODMAP Gehalt

P wie Portionsgröße

Die Portionsgröße spielt bei der FODMAP bewussten Ernährung eine große Rolle. Isst man zuviel, steigt auch der Anteil der zugeführten FODMAPs, die bei Reizdarm Betroffenen Beschwerden verursachen kann. Faustregel: eine faustgroße Menge. Falls diese Portionsgröße Beschwerden verursacht, auf eine ½ Tasse reduzieren. Ermitteln Sie Ihre eigene Toleranzschwelle: Welche Lebensmittel vertragen Sie in welchen Mengen, um möglichst beschwerdefrei zu bleiben und trotzdem abwechslungsreich und gesund zu essen?

 

P wie Petersilie

Petersilie ist mehr als nur Deko für den Tellerrand. Petersilie wirkt krampflösend, lindert Sodbrennen und Aufstoßen, beseitigt Völlegefühl, verbessert die Nährstoffaufnahme und kann Entzündungsprozesse reduzieren – ideal für einen geplagten Reizdarm.

 

 

P wie Pfefferminze

Die ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe der Pfefferminze regen die Gallenproduktion an, wirken blähungslindernd, krampflösend und entzündungshemmend. Zudem wirkt die Pfefferminze auf alle Nerven sehr entspannend und schmerzlindernd. Reiben Sie an den frischen Blättern und inhalieren sie den frischen Duft. Er wird sie sofort auf andere Gedanken bringen. Im alten Griechenland war man sogar davon überzeugt, dass die Pfefferminze eine sinnliche, verführerische, d.h. aphrodisierende Wirkung hat. Es gibt unzählige Minzsorten. Die anspruchsvolle Ananasminze z.B. ist etwas für echte Minz-Liebhaber. Sie hat grün-weiße Blätter und ein sehr interessantes, mild-fruchtiges Bitter-Lemon Aroma.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr Reichs Apfelpfefferminze direkt aus Wiesbaden

Pfefferminze hilft bei Blähungen, Krämpfen, Entzündungen – eine Wohltat für jeden Reizdarm.

Q wie Quark

Quark hat einen hohen FODMAP Gehalt. Laktosefreier Quark hat einen niedrigen.

 

Q wie Quinoa

Niedriger FODMAP Gehalt und ein guter Proteinlieferant für Veganer und Sportler.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reich´s Liebling: quinoa, von Natur aus glutenfrei, ein guter Proteinlieferant

Dr. Reich´s Liebling: Quinoa, von Natur aus glutenfrei und ein guter Proteinlieferant.

R wie Reizdarm

Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine Funktionsstörung des Darms.

Die Betroffenen leiden unter Darmbeschwerden, für die sich trotz gründlicher ärztlicher Untersuchungen keine körperliche Ursache findet.

Früher wurde der Reizdarm als psychisch bedingt angesehen – heute weiß man, dass viele Faktoren an seiner Entstehung beteiligt sein können.

 

R wie Reissirup

Reissirup süßt etwas weniger stark als Haushaltszucker und hat einen leichten Karamellgeschmack. Der hohe Anteil seiner Oligosaccharide (Mehrfachzucker) sorgt dafür, dass sich die Zuckeraufnahme ins Blut verzögert und das Verlangen nach noch mehr Süßem ausbleibt. Reissirup ist glutenfrei, laktosefrei, histaminverträglich, vegan und enthält keine Fruktose und ist daher sehr gut verträglich bei Fruktose-Malabsorption und Fruktoseintoleranz.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reichs FODMAP bewusste Rohkost: Petersilienpesto auf Zucchini Spirelli

Rohkost: ohne zu kochen eine fertige und sehr gesunde Mahlzeit in Minutenschnelle

 

R wie Rohkost 

Immer mehr interessieren sich für Rohkost: roh und unerhitzt.

Wobei streng genommen auch Lebensmittel einbezogen werden, die verfahrensbedingt erhöhten Temperaturen ausgesetzt sind (z. B. kaltgepresste Öle), ebenso Lebensmittel, bei deren Herstellung eine gewisse Hitzezufuhr erforderlich ist (z. B. Trockenfrüchte und bestimmte Nussarten).

Die vegane Rohkost Ernährung schließt Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier und Honig aus.

Rohkost basiert vor allem auf dem Verzehr von Obst und Gemüse, getrockneten Früchten, Nüssen, Samen, Keimen und Sprossen.

Die Lebensmittel dürfen dabei höchstens auf Temperaturen um die 40 °C erwärmt werden. So können beispielsweise Obst und Gemüse gedörrt (getrocknet) werden und gelten immer noch als Rohkost.

Daraus ergeben sich völlig neue Zubereitungsmöglichkeiten. Statt mit Kochtöpfen, Pfannen und Auflaufformen arbeiten Rohköstler vor allem mit Dörrgeräten, Pürierstäben und Mixern.

Eine einfache Möglichkeit, mehr Rohkost in seinen eigenen Speiseplan zu integrieren, sind Smoothies. Die Mixgetränke aus Früchten, grünem Blattgemüse und Wasser oder Pflanzenmilch liefern hoch konzentrierte Nährstoffe, die durch das Pürieren sehr leicht verdaulich sind.

Wer seinen Speiseplan mit mehr Rohkost anreichern möchte, der sollte den rohen Anteil aufgrund der Ballaststoffe besser Schritt für Schritt steigern, um das Verdauungssystem nicht zu überfordern.

Ein FODMAP armes Rohkost-Rezept finden Sie hier!

S wie Stress Abbau

Seelische Überbelastung, Stress und Ärger begünstigen das Reizdarm Syndrom. Umso wichtiger ist Stress Abbau.

Dr. Reich´s Relax and Enjoy Rezepte zum Entspannen und Genießen können bereits einen guten Beitrag zu Ihrem Stress Abbau leisten.

Beim Zubereiten und Kochen kommt meditative Ruhe auf. Man kann sich mit den einzelnen Lebensmitteln intensiv beschäftigen. Es entsteht eine positive Verbindung zum Essen. Gut für den geplagten Reizdarm.

Ebenfalls gute Stress Abbau Tools: Ein regelmäßiger, strukturierter Tagesablauf mit viel Bewegung, die den Darm mobilisiert, Ärger und unterdrückte Wut abbaut. Zum Beispiel durch Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Walking, Yoga.

Außerdem sich nicht selbst stressen und sich selbst nicht unter Druck setzen, sondern realistisch bleiben. Nicht an viel zu hoch gesetzten Zielen scheitern. Akzeptieren, dass womöglich eine völlige Beschwerdefreiheit nicht erreicht werden kann und dies kein Versagen darstellt.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reichs Spartipp: beim eigenen Körper nicht um Cents feilschen

Sparen – besonders bei Lebensmitteln um jeden Cent feilschen – das ist der Lieblingsssport der Deutschen. Dabei bekommen Autos meist ein teureres Öl gekauft als der eigene Körper.

 

S wie Spartipp

Dr. Reich´s Spartipp – eine wirkliche Leidenschaft von Dr. Reich´s.

Jeder denkt, gesunde Ernährung ist teuer. Dabei kostet die ungesunde Ernährung viel Geld.

Dr. Reich´s Spartipp: Obst oder Gemüse, das regional oder saisonal im Angebot ist. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auf Gramm und Kilogramm umgerechnet viel günstiger als zum Beispiel ein süßes Teilchen vom Bäcker oder etwas Schnelles vom Imbiß.

Noch schwerer wiegen die Langzeitkosten von ungesunder Ernährung. Das ergab eine Studie der Uni Halle.

Der Verzehr von Zucker, Salz und gesättigten Fetten liegt in Deutschland oft deutlich über den offiziellen Verzehrsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Das führt zu Folgekosten im Gesundheitssystem von jährlich mehr als 16,8 Milliarden Euro.

Die größten Kosten werden dabei durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Karies, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Übergewicht sowie diverse Krebserkrankungen verursacht.

Insgesamt ergeben sich dadurch Kosten in Höhe von 16,8 Milliarden Euro für das Gesundheitssystem, die auf eine Fehlernährung zurückzuführen sind

S wie saisonal

Es gibt viele gute Gründe, möglichst regional angebautes und daher saisonal verfügbares Gemüse und Obst zu verzehren. Es schmeckt besser, vermeidet unnötige Umweltbelastung durch weite Transportwege und übermäßigen Wasserverbrauch beim Anbau in trockenen Regionen der Erde.

Was auf den ersten Blick wie eine Einschränkung klingt, bietet für Reizdarm Betroffene die sinnstiftende und wohltuende Möglichkeit, die Vielfalt im Wechsel der Jahreszeiten wieder neu zu entdecken.

Die größte Auswahl an Gemüse gibt es zwischen und Juni und Oktober. Auch der Winter bietet einige Gemüsesorten saisonal: Butterrüben gibt es bis Dezember frisch, Grünkohl hat November bis Februar Saison.

Rhabarber macht beim Obst im April den Anfang. Dicht gefolgt von Erdbeeren und den meisten anderen Beeren. Lange gibt es Weintrauben, Meist noch bis Oktober.

Wer im Winter mehr Abwechslung möchte, wird auf Importware zurückgreifen müssen. Möglichst fair gehandelt.

 

S wie Symptome

Zu den Symptomen eines Reizdarms zählen unter anderem wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen, Bauchgeräusche, Durchfall und/oder Verstopfungen.

Die Beschwerden werden als äußerst bedrückend und zermürbend empfunden. Die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück.

Nur durch einen gleichförmigen störungs- und stressfreien Tagesablauf und die Umstellung der Ernährung ist das Reizdarmsyndrom einigermaßen erträglich.

 

S wie suess

Suesse FODMAP bewusste Rezepte sollen die ewige Sehnsucht nach Süßem stillen.

Aufgrund des hohen FODMAP Gehaltes werden typische Süßmacher wie Fruktose, Glukose-Fruktose, High-Fruktose-Corn-Sirup, Laktose, Honig, Agavensirup, Birnendicksaft u.v.a.m. vor allem durch Reissirup ersetzt, der enthält keine Fruktose und stillt den Hunger nach Süßem.

 

S wie sauer/übersäuert

Übersäuerung bedeutet Stress für den Körper. Alltagsstress, Alkohol, Genussmittel, ungesunde Ernährung, zu viel Zucker, zu wenig Flüssigkeit, unregelmäßige Nahrungsaufnahme und Bewegungsmangel sind die Hauptursachen für die Übersäuerung unseres Körpers.

Ist ein Körper ersteinmal übersäuert, reagiert er sauer: gereizt, gestresst, vielleicht sogar aggressiv. Sehr häufig zu beobachten, nachdem Kinder Zucker bekommen haben.

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt sorgt für weniger Stress. Je weniger Stress, umso besser geht es Reizdarm Betroffenen.

 

S wie Sorbit/Sorbitmalabsorption

Sorbit/Sorbitol ist das Abbauprodukt von Glukose und Fruktose und stellt chemisch einen Alkohol dar, der wegen seiner Süße auch als Ersatz für Zucker genutzt wird.

Sorbitunverträglichkeit ist keine Allergie. Sie gehört zu den nicht allergischen Lebensmittelunverträglichkeiten, die wesentlich häufiger als die Lebensmittelallergien auftreten.

Sorbitintoleranz gehört zusammen mit der Laktoseintoleranz und Fructoseintoleranz zu den sogenannten Kohlenhydratmalassimilationen, d.h. Zuckerverwertungsstörung.

T wie Therapie

8 von 10 Reizdarm Betroffenen können durch gezielte Maßnahmen ihre Symptome lindern. Manche erzielen sogar eine völlige Beschwerdefreiheit. Die Krankheitssymptome sind meist gut in den Griff zu bekommen. Auch zusätzliche Behandlungsverfahren wie z.B. eine Psychotherapie können die Symptomatik positiv beeinflussen.

 

Fragen zu Reizdarm, Dr. Reichs Anti-Stress-Tipp: Tomaten beim Wachsen zuschauen

Auch ein guter Stress-Abbau: Tomaten im Garten oder auf dem Balkon beim Wachsen und Gedeihen zuschauen.

 

T wie Tomate

Frische Tomaten und Tomaten in der Dose (ohne Zusatzstoffe) haben einen niedrigen FODMAP Gehalt. Von Tomatenkonzentrat, herkömmlichen Tomatensoßen und Tomatenketchup ist allerdings abzuraten. Aufgrund des hohen FODMAP Gehaltes für Reizdarm Betroffene nur schwer bekömmlich.

 

T wie Trockenobst

Bei Trockenfrüchten ist Vorsicht geboten. Durch den Trocknungsprozess wird der Frucht Wasser entzogen und die enthaltenen Zucker konzentriert.

Das erhöht automatisch die FODMAP Konzentration. Besser: frische Früchte mit niedrigem FODMAP Gehalt.

U wie Und?

Und?  Was fehlt hier noch alles? Wir bitten um Verständnis. Wir sind ein kleines Team und stehen ganz am Anfang. Nach und nach aktualisieren wir diese Websites.  Über Ihre Anregungen freuen wir uns.

V wie Vegan

Veganer verzichten gänzlich auf Nahrungsmittel, Produkte und Zutaten tierischen Ursprungs.

Veganer werden immer wieder gefragt: Wie decken Sie Ihren Proteinbedarf? Woher bekommen Sie Ihr Eisen? Und wenn man als Veganer auch noch ein Reizdarm Betroffener ist, der sich FODMAP bewusst ernähren will, wie bekommt man all diese Anforderungen auf einen Teller?

Als vegane und FODMAP arme Proteinquelle dienen zum Beispiel Grünkohl, Gartenkresse, Kräuter, Kürbiskerne, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Sesam, Amaranth, Quinoa, Erdnüsse, Tofu und Tempeh.

Eine vegane und FODMAP arme Eisenquelle sind Kürbiskerne, Sesam, Amaranth, Quinoa und Hirse.

Eisenreich sind ausserdem grüne Blattgemüse wie Mangold, Spinat, Wegerich, Portulak, Brennnessel, Kresse, Löwenzahn, Feldsalat und andere grüne Blattsalate sowie Kräuter wie Petersilie, Basilikum, Thymian, Dill, Rosmarin und die Gewürze Zimt und vor allem auch Kurkuma.

Typisch vegane Zutaten wie Agavendicksaft, Hülsenfrüchte, Kichererbsen, rote Beete, Sojabohne, Quorn, Datteln und andere getrocknete Früchte haben allerdings einen hohen FODMAP Gehalt und sollten daher gemieden werden.

Veganer sollten bei einer FODMAP armen Ernährung darauf achten, sich regelmäßig von einem Arzt oder Facharzt untersuchen zu lassen.

Vegane FODMAP Rezepte finden Sie hier!

 

V wie Vegetarier

Vegetarier verwenden neben Nahrungsmitteln rein pflanzlichen Ursprungs nur solche Produkte und Zutaten, die vom lebenden Tier stammen. Zum Beispiel Milch, Milchprodukte, Käse, Honig und Eier.

Wenn ein Reizdarm Betroffener Vegetarier sich FODMAP bewusst ernähren möchte, sollte er unter anderem Honig und Milch meiden. Honig hat zu viel Fruktose, Milch Laktose. Beides hat einen zu hohen FODMAP Gehalt.

Milch kann beispielsweise durch Quinoamilch ersetzt werden. Honig durch Reissirup. Weitere Proteinquellen s.o. bei Veganer.

Aufgrund des hohen FODMAP Gehaltes sind ebenso zu meiden: glutenhaltige Getreide, Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Sojabohne, Sojamehl, Quorn, bestimmte Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten, bestimmte Zucker und Süßstoffe, bestimmte Körner und Nüsse, z.B. Cashew und Pistazien.

Eier gehen. Ebenso laktosefreie Käsesorten. Viele davon sind von Natur aus laktosefrei. Dies sind zum Beispiel Hartkäse. Denn Käse, der länger gereift ist, enthält von Natur aus, keine oder nur sehr geringe Anteile an Laktose. Diese wird nämlich während des Reifungsprozesses in Milchsäure umgewandelt.

Auch Vegetarier sollten bei einer FODMAP armen Ernährung darauf achten, sich regelmäßig von einem Arzt oder Facharzt untersuchen zu lassen.

Vegetarische FODMAP Rezepte finden Sie hier!

W wie Weizenunverträglichkeit siehe G wie Glutensensitvität

X wie Xanthan

Xanthan ist FODMAP arm, ein Polysaccharid, Verdickungsmittel und Lebensmittelzusatzstoff (E415), der in vielen Fertiggerichten zu finden ist. Dennoch kann es nach dem Verzehr zu allergischen Reaktionen kommen. Es sollte nicht in großen Mengen verzehrt werden.

Y wie Yams

Yamswurzeln haben einen niedrigen FODMAP Gehalt und schmecken ein bisschen wie Esskastanien und Kartoffeln. In Südamerika, Afrika und der Karibik weit verbreitet, kommt bei uns Yams eher selten vor.

Z wie Zwiebel

Siehe auch K wie Knoblauch

 

Z wie Zöliakie

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die auf einer lebenslangen Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, bzw. der Unterfraktion Gliadin beruht.

Gluten/Gliadin kommt in den Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und in (nicht-gluten-freiem) Hafer vor, sowie in den alten Weizensorten Einkorn, Emmer und Kamut.

Bei Zöliakiebetroffenen führt die Zufuhr von Gluten zu einer Entzündung in der Darmschleimhaut. Mit der Folge, dass sich die Darmzotten zurückbilden. So verringert sich die Oberfläche des Dünndarms.

Es können nicht mehr genügend Nährstoffe aufgenommen werden. Im Laufe der Erkrankung kommt es zu Nährstoffdefiziten, die selbst wieder eine Reihe von Beschwerden auslösen können.

Manche Krankheitssymptome entstehen vermutlich auch durch entzündliche Prozesse unabhängig von Nährstoffdefiziten. Da Zöliakie sich nicht nur auf den Darm beschränkt, wird sie als Erkrankung des gesamten Körpers und daher als eine Systemerkrankung angesehen.

 

Fragen zu Reizdarm: Zimt und Vanilleschoten - Dr Reichs FODMAP Tipp als Zuckerersatz

Vanille und Zimt pur – besser als Zucker

 

Z wie Zimt

Statt Zucker Gewürze verwenden, die an Zucker „erinnern“. Zum Beispiel süßlich-milden Ceylon-Zimt, bei dem jeder sofort an Zimt und Zucker und heimelige Bäckerei denkt. Wie alles sollte auch Zimt nur in Maßen genossen werden. Ceylon-Zimt ist milder und cumarinärmer als Cassia-Zimt.

 

Z wie Zucker

Ersparen Sie sich Zucker wo immer möglich. Haushaltszucker ist eine Verbindung aus isolierten Kohlehydraten, die in dieser Reinform in der Natur nicht vorkommen. Zucker fördert das Entstehen von entzündungsfördernden Botenstoffen – eine zusätzliche Belastung für jeden Reizdarm.

Viele vergleichen Zucker mit einer Droge, die sehr schnell abhängig, das heißt, süchtig macht. In nahezu jedem industriell gefertigten Lebensmittel versteckt sich Zucker. Sogar in Pikantem wie Leberwurst finden sich ganz gewöhnlicher Haushaltszucker (Saccharose) und Traubenzucker (Dextrose). Schauen Sie ruhig einmal genauer hin. Auch auf die Inhaltsstoffe und Nährwertangaben Ihrer Lebensmittel im Kühlschrank und in den Vorratsschränken. Besonders Reizdarm Betroffene sollten wissen: Zucker zerstört die Darmflora, schwächt das Immunsystem, macht anfällig für Krankheiten und kann depressiv machen.

 

Z wie Zitronengras

Zitronengras gibt Speisen eine erfrischend-zitronige, leicht scharfe Note. Am intensivsten schmeckt der untere, dicke Teil der Stengel. Zitronengras wird auch als Heilpflanze geschätzt. Es soll entzündungshemmende, belebende und Stimmung aufhellende Eigenschaften besitzen – erfreulich für jeden Reizdarm Betroffenen. Außerdem lindert Zitronengras Stress und stimuliert sanft Verdauungsorgane: Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse und Nieren.